Künstler:innen

Anna Stiede

anna stiede steht für “Emotrouble Ost”. Sie ist in Jena geboren, und rund um Apolda aufgewachsen. Sie ist Schauspielerin, Performerin und Politologin. Nach erfolgreichem Abbruch ihrer Doktorarbeit schloss sie 2018 ihre Ausbildung zur Kommunikations- und Verhaltenstrainerin (artop Berlin) und 2023 ihre Ausbildung zur Universal Performer (Etage Berlin) ab. Seit 2017 setzt sie ihre politische Kommunikationskunst im Theater frei. 2019 wurde sie fester Teil des freien Theaterkollektiv Panzerkreuzer Rotkäppchen. Sie arbeitet sich körperlich durch OST-Stoffe hindurch und interessiert sich für Vokale, Kacke und Fehler. 2024 gründete sie gemeinsam mit anderen Kolleg:innen den weltberühmten Meckerchor. Mehr: www.annastiede.com

Anne Pretzsch

Anne Pretzsch ist freischaffende Performancekünstlerin, Autorin und Kuratorin. Sie entwickelt partizipative, sozio-politische Performanceformate, die u. a. am LICHTHOF Theater Hamburg, Ballhaus Ost, am FUNDUS Theater oder der Comedia Köln gezeigt wurden. 2024 gründete sie mit Teresa Rosenkrantz und Anthoula Bourna das Kollektiv bright future.

Aktuell promoviert sie an der HfbK Hamburg und dem FUNDUS Theater zu partizipativen Formaten im Kinder- und Jugendtheater und ist Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung. Zudem leitet sie gemeinsam mit Lisa Florentine Schmalz das WE PRESENT Festival am LICHTHOF Theater Hamburg und lehrt an verschiedenen Hochschulen und Festivals.

Ihre Lyrik erschien im Hochroth Verlag und im Horen Magazin. Sie erhielt das Literaturstipendium der Hamburgischen Kulturstiftung sowie den ARD Kultur Creator Award und schreibt mit Gina Enslin Podcasts für den NDR.

Anne Reiter

Anne Reiter (she/her) ist Bildende Künstlerin. Ihre Arbeiten behandeln gesellschaftspolitische Fragestellungen um den Osten und der Rolle als Nachwendegeneration, aber auch Fragen um Arbeitsrealitäten, Umweltthemen und Gender. In partizipativen Formaten setzt sie sich mit Perspektiven von Kindern und Jugendlichen und Menschen im öffentlichen Raum auseinander. In Kollaborationen arbeitet sie mit Textil, Kostüm, Fotografie und Sound installativ im öffentlichen Raum, Ausstellungs- oder Theaterraum. Sie hat an der HfBK in Dresden in der Fachklasse für übergreifendes künstlerisches Arbeiten und Textil- Mode- und Kostümdesign an der HAW Hamburg studiert. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Ki Bremehr

Ki Bremehr (o.P./dey) studierte B.A. Schauspiel/Theaterpädagogik und M.A. Performance Studies. Ki lebt zwischen Hamburg und Emden. Ki arbeitet als Performende, in der Tanzdramaturgie und -vermittlung an der Schnittstelle von performativer Kunst mit und für junges Publikum. 2018 inszenierte dey zusammen mit Klaus Grünberg und Anne Kuhn die choreografische Installation “Kabinett Ferrari” im Rahmen der Herrenhäuser Festspiele mit 15 Performer*innen. Mit Patricia Carolin Mai erarbeitete Ki u.a. das Tanzstück HAMONIM auf Kampnagel, Hamburg mit 60 nicht-professionellen Tänzer*innen. Die Tanz-Klassenzimmerstücke „PUSH PLAY DANCE“ und „Reiss‘ dich zusammen, Kind“ touren seit 2020 durch Schulen in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, NRW und Brandenburg. Von 2019 – 2023 leitete dey die Abteilung Tanzvermittlung am K3 I TanzplanHamburg auf Kampnagel und initiierte u.a. das Projekt DANCE WELL in Hamburg für Tänzer*innen mit und ohne Parkinson in Partnerschaft mit dem Lithuanian Dance Information Centre, Tanec Praha, CSC / Comune di Bassano del Grappa, der Università Ca’ Foscari of Venice, Fondazione Fitzcarraldo, Le Gymnase CDCN Roubaix sowie La Briqueterie CDCN Vitry sur Seine. Aktuell arbeitet Ki für die LAK – Ländliche Akademie Krummhörn, einen Kulturverein im ländlichen Raum Ostfriesland.

Konstanze Schmitt

Konstanze Schmitt, geboren in Mannheim, ist bildende Künstlerin und Theatermacherin. Ihre Performances und Installationen erforschen das utopische wie widerständige Potenzial unseres Alltags. Sie war 2024/25 Stipendiatin des Berliner Programms Künstlerische Forschung und kuratiert zurzeit gemeinsam mit Mimmi Wosinitza die Ausstellung DIE KUNST IST KEIN ZIEL FÜR SICH im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien (Berlin).

Loxo Harazim

LOXO HARAZIM (she/her)

studiert Szenische Künste in Hildesheim. Ausgangspunkt für ihre performativen Arbeiten sind häufig biografische Fragestellungen - und nach Antworten sucht Loxo am liebsten gemeinsam mit anderen, die unterschiedliche Erfahrungen, Expertisen und weitere Fragen mitbringen.

Als Teil des Performance-Kollektivs zart!core entwickelt sie kollaborative Proben- und Aufführungsformate als Räume des Zusammenkommens, in denen eine fürsorgliche und interdependente Praxis des Miteinanders erprobt und geteilt werden kann.

Darüber hinaus engagiert sich Loxo für nachhaltige und projektunabhängige Strukturen des gemeinsamen Ausprobierens und transdisziplinären Austauschs.

Seit 2021 arbeitet sie als freie Regie- und Projektassistenz, u.a. an der Bürger:Bühne Dresden, am tak Berlin, für den Jugend-Performance-Wettbewerb UNART, die LKJ Sachsen und das WE PRESENT Festival Hamburg. Zuletzt forschte sie im Rahmen einer Residenz am EinTanzHaus Mannheim an performativen Tools für Begegnung und Gastlichkeit.

Philine Rinnert

Philine Rinnert, geboren in Berlin, ist freie Szenografin und Künstlerin. Sie arbeitet in verschiedenen internationalen Produktionen und Partnerschaften. Ihre Bühnenräume, Installationen und visuellen Konzepte reflektieren Rechercheprozesse und schaffen interdisziplinäre Räume der Kommunikation. Sie unterrichtet an der HfBK Dresden Bühnen- und Kostümbild. 

www.philinerinnert.de

Robin Plenio

Robin Plenio ist Komponist, Theatermacher und Medienkünstler. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis und Neue Kompositionstechniken an der  Universität Hildesheim sowie an der HfMT Hamburg.

Seine Performances und Installationen arbeiten häufig mit dokumentarischen und biografischen Ansätzen, die er in die Theatermaschinerie einwebt – stets mit einem starken Fokus auf Sound. Robins post-digitaler Zugang zu seiner künstlerischen Praxis öffnet vielfältige Forschungsfelder wie Videogame-Art, Künstliche Intelligenz, sensorbasierte Performances und embodied electronic Music, die zu Bestandteilen seines ästhetischen Repertoires und seiner künstlerischen Recherchen werden. Sein musikalischer Background prägt dabei stets strukturelles Verständnis von Aufmerksamkeit, Affekt und Zeitlichkeit.

Kompositionstechniken verstehen sich hierbei nicht nur als musikalische Verfahren, sondern als Konzepte, die sich gleichermaßen auf Video, Licht, Bewegung oder Dramaturgie übertragen lassen. Künstlerisches Arbeiten begreift er als kollaborativen und interdisziplinären Prozess, in dem er in wechselnden Konstellationen als Komponist, Performer, Programmierer, Dramaturg, Medienkünstler, Aktivist oder Videodesigner tätig ist.

In diversen Konstellationen ist seine Arbeit unter anderem am Ballhaus Ost Berlin, auf Kampnagel Hamburg, in der Botkyrka Konsthall Stockholm, am Lichthof Theater Hamburg, in den Sophiensælen Berlin oder am Nationaltheater Mannheim zu sehen und zu hören. Seit 2025 setzt Robin seine künstlerische Forschung im DAS Theatre Programm an der Amsterdam University of the Arts fort.

Er lebt und arbeitet in Amsterdam und Berlin.